CSRD wird kleiner. Dein Argument für Nachhaltigkeit wird größer.

Das EU-Omnibus-Paket 2026 schränkt den Kreis der Berichtspflichtigen ein. Hier erfahren Sie, warum freiwilliges Vorangehen in Sachen Nachhaltigkeit für B2B-Marken jetzt wichtiger denn je ist.
Veröffentlicht am
2. Juli 2026
Aktualisiert am

Die Zahl zuerst: Seit dem 24. Februar 2026 gilt die CSRD nur noch für Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeiter:innen und über 450 Millionen Euro Nettoumsatz. Für Tausende mittelständische Firmen in der DACH-Region ist die Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung damit über Nacht entfallen.

Das EU-Omnibus-I-Paket hat die Schwellen kräftig angehoben. Die Lieferkettenrichtlinie greift erst ab 5.000 Mitarbeiter:innen und 1,5 Milliarden Euro, ihre Kernpflichten wurden auf Mitte 2029 verschoben. Im Juni 2026 will die Kommission zusätzlich den VSME veröffentlichen, einen schlanken freiwilligen Standard für alle Unternehmen unterhalb der neuen Grenze.

Wenn du im Mittelstand für Nachhaltigkeit oder Marketing verantwortlich bist, könntest du das als Freibrief verstehen. Die Pflicht ist leichter oder weg. Die Versuchung ist groß, Nachhaltigkeit als "nicht mehr nötig" abzulegen.

Das wäre ein Fehler, und der Markt wird ihn bestrafen.

Die Pflicht sinkt. Die Erwartung nicht.

Regulierung hat eine Untergrenze gesetzt, und diese Untergrenze ist gefallen. Aber niemand, der über dein Unternehmen urteilt, also Kund:innen, Mitarbeiter:innen, Investor:innen und Einkaufsabteilungen, orientiert sich am gesetzlichen Minimum. Maßstab ist, was gut aussieht, und dieser Maßstab steigt weiter.

Die Belege sind eindeutig. Die Hälfte aller B2B-Einkäufer:innen bevorzugt heute schon nachhaltige Lieferanten, und dieser Anteil dürfte innerhalb von drei Jahren auf zwei Drittel steigen. Große Unternehmen, die weiterhin unter die CSRD fallen, müssen ihre Lieferketten weiter abbilden, und sie werden den VSME als Vorlage nutzen, um genau das von kleineren Partnern einzufordern. Wer an sie liefert, braucht seine Nachhaltigkeitsdaten weiterhin. Nur fragt jetzt nicht mehr der Gesetzgeber. Es fragt die wichtigste Kundin oder der wichtigste Kunde.

Die eigentliche Frage für 2026 lautet also nicht "müssen wir noch?". Sie lautet: "Jetzt, da uns niemand mehr zwingt, wofür entscheiden wir uns?"

Auch beim Talent ändert sich nichts

Auf der Personalseite ist die Rechnung genauso direkt. In der Deloitte-Studie 2025 mit über 23.000 Befragten der Gen Z und Millennials gaben rund 70 Prozent an, dass ökologische Nachhaltigkeit bei der Wahl des Arbeitgebers zählt. Etwa 90 Prozent nannten Sinn als wichtig für ihre Zufriedenheit. Mitarbeiter:innen, die ihrem Arbeitgeber einen echten positiven gesellschaftlichen Beitrag zutrauen, sind deutlich engagierter und fühlen sich stärker zugehörig.

Nichts davon ist reguliert. Alles davon entscheidet, ob deine besten Leute bleiben. Eine vereinfachte Berichtspflicht ändert nichts an der Erwartung, die eine 28-jährige Ingenieurin in ihre erste Arbeitswoche mitbringt. Im Gegenteil: Fällt das Pflichtgerüst weg, zeigt sich erst recht, wer nur das Minimum getan hat.

Von der Pflichtzeile zur Markenhandlung

Hier verschiebt sich das Gespräch von Berichterstattung zu Handlung. Vorne liegen künftig nicht die Unternehmen mit dem längsten Bericht, sondern die, die auf etwas Konkretes zeigen können und sagen: Das tun wir, und hier ist der Nachweis.

Bei ImpactHero verbinden wir konkrete, prüfbare Wirkung mit Handlungen, die Teams und Kund:innen ohnehin ausführen. Eine abgeschlossene Schulung. Ein erreichter Meilenstein. Ein verkauftes Produkt. Jede dieser Handlungen kann echte Regeneration finanzieren: Bäume in gemeinschaftlich geführten Projekten, über ihre Lebenszeit kontrolliert per Satellit, Drohne und unabhängigem Expertenaudit. Wir garantieren über alle Projekte hinweg eine Überlebensrate von 80 Prozent, und viele liegen deutlich darüber, sodass langfristig mehr Bäume entstehen als ursprünglich geplant.

Das Ergebnis ist kein Absatz im Geschäftsbericht. Es ist eine Geschichte, die deine Stakeholder sehen können und die kein Wettbewerber aus einer Vorlage kopiert. Bisher haben mehr als 600 Unternehmen, darunter Allianz, BCG und Humanoo, auf diesem Weg 3,6 Millionen Bäume gepflanzt und dabei rund 36.000 Tage bezahlte lokale Beschäftigung sowie etwa 5.400 Tage Bildung finanziert.

Eine Beförderung, keine Entlastung

Als Berichterstattung Pflicht war, lag Nachhaltigkeit beim Compliance-Team. Jetzt, da sie für viele freiwillig ist, gehört sie zu denen, die Marke bauen, Geschäfte gewinnen und Talente halten. Das ist eine Beförderung, keine Entlastung.

Das Omnibus-Paket hat nicht den Geschäftssinn von Nachhaltigkeit beendet. Es hat die Ausrede beendet, man tue es nur, weil Brüssel es verlangt. Was du jetzt aufbaust, ist eine Entscheidung. Und an Entscheidungen erinnern sich Kund:innen und Mitarbeiter:innen.

Du überdenkst, was Nachhaltigkeit nach dem Omnibus für dein Unternehmen bedeutet? Sprich mit uns darüber, konkrete Wirkung in das einzubauen, was dein Unternehmen ohnehin tut.Vereinbare ein 20-minütiges Erstgespräch.

Von Impact Hero mit Liebe,

Dr. Hannah Schragmann

Chief Transparency Officer, Impact Hero

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