Wie man Greenwashing effektiv vermeidet

Über das Risiko von Greenwashing und klare Richtlinien für eine transparente und ehrliche Kommunikation.
Frau formt mit ihren Händen ein Kreuz
Veröffentlicht am
1. Februar 2023
Aktualisiert am

Hört zu, ihr Helden!

Wir alle haben die Möglichkeit, den Umgang mit unserem Naturkapital zu beeinflussen und die Welt bis 2050 für die Menschheit sicherer zu machen. Während die Diskussion über Nachhaltigkeit zunimmt, steigt auch das Risiko des Greenwashings. Und seien wir ehrlich: Niemand möchte als „Greenwasher“ abgestempelt werden. Das ist nicht nur schlecht für den Planeten, sondern auch für das Geschäft. 

Wir wissen, dass es schwierig ist, sich in der sich ständig ändernden Landschaft der Nachhaltigkeitsziele und wirtschaftlichen Hindernisse zurechtzufinden. Aber keine Sorge! Wir sind hier, um zu helfen.

In diesem Blogbeitrag erklären wir Ihnen, was Greenwashing ist, warum es ein Problem darstellt und wie Unternehmen es vermeiden können. Egal, ob Sie gerade erst mit Ihrer Nachhaltigkeitsreise beginnen oder Ihre Botschaften sicher ausrichten möchten – hier sind Sie richtig.

Zuerst einmal: Was ist Greenwashing?

Greenwashing ist, wenn Unternehmen die Öffentlichkeit mit falschen oder irreführenden Informationen über ihre Umweltbemühungen täuschen. Um es mit einer Metapher zu erklären: Es ist, als würde man versuchen, ein gebrauchtes Auto als Neuwagen zu verkaufen. Das mag kurzfristig funktionieren, aber irgendwann kommt die Wahrheit ans Licht, und Sie stehen mit einem beschädigten Ruf da. Das ist kein gutes Bild, glauben Sie uns.

Wie vermeidet man die Greenwashing-Falle? Seien Sie ehrlich und transparent in Bezug auf Ihre Nachhaltigkeitsbemühungen. Das ist im Grunde alles. Okay, lassen Sie uns etwas tiefer eintauchen, ja?

Wie man Nachhaltigkeitsbemühungen transparent kommuniziert

Übertreiben Sie nicht, machen Sie keine falschen Angaben und vernachlässigen Sie nicht, echte Veränderungen herbeizuführen. Sie müssen klimaneutral werden. Wir wissen, dass dies Zeit braucht und eine Herausforderung sein kann, besonders für die Lieferkette. Wichtig ist, einen Schritt-für-Schritt-Plan für Veränderungen zu haben und diesen transparent zu kommunizieren.

Sechs Kernprinzipien gegen Greenwashing

Wir bei Impact Hero setzen uns dafür ein, Bewusstsein für die Risiken von Greenwashing zu schaffen und klare Richtlinien zu geben, wie Sie Ihre Bemühungen transparent und ehrlich kommunizieren können.

Deshalb haben wir sechs grundlegende Prinzipien festgelegt, um eine sichere und effektive Kommunikation zu unterstützen.

1. Fakten und Zahlen

Wir alle lieben die Behauptung „Wir retten die Welt“, aber bleiben Sie realistisch und halten Sie sich an die Fakten. Um effektiv zu kommunizieren, ist es wichtig, sich auf genaue Fakten zu konzentrieren. Nutzen Sie messbare Leistungskennzahlen (KPIs) anstelle irreführender Behauptungen. Vermeiden Sie es, Behauptungen ohne präzise Beweise zu übertreiben. 

Behaupten Sie nicht: „Wir retten die Welt, indem wir Bäume pflanzen.“

Tun Sie: Bleiben Sie bei dem, was tatsächlich passiert. „Um unser SDG-Ziel der Sicherung von Bildung (LINK) in Entwicklungsländern zu unterstützen, haben wir Maßnahme X für etwa den Zeitraum Z ergriffen.“

2. Transparenz ist entscheidend

Bleiben Sie präzise in Ihren Aussagen und vermeiden Sie ungenaue, prahlerische Kommunikation. Eine transparente und genaue Kommunikation von Nachhaltigkeitsbemühungen ist entscheidend. Vermeiden wir irreführende und intransparente Geschäftspraktiken oder ungenaue Behauptungen über Nachhaltigkeit.

Nicht: „Wir sind ein ganzheitlich grünes Unternehmen, nur weil wir X Bäume gepflanzt / Z Quadratmeter Korallenriff gerettet haben.“ 

Tun Sie: Verwenden Sie eine realistische Aussage wie: „Wir haben dieses Jahr mit Impact Hero x Quadratmeter Korallenriff (LINK) gerettet, um unsere Stakeholder einzubinden und zu einer nachhaltigeren Welt beizutragen. Zusätzlich arbeiten wir daran, unsere Geschäftsabläufe nachhaltiger zu gestalten, zum Beispiel durch die Verwendung von weniger CO2-intensiven Materialien.“

3. Klare Kommunikation ist unerlässlich

Vage Aussagen wie „Wir sind ein grünes Unternehmen“ reichen einfach nicht aus. Geben Sie stattdessen klare und spezifische Informationen über die Umweltauswirkungen und Lebenszyklusphasen von Produkten und Dienstleistungen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Sprache leicht verständlich ist, ohne Fachjargon, der Verbraucher verwirren könnte. 

Nicht: „Wir sind ein grünes Unternehmen, weil wir X km Fluss gereinigt haben.“

Tun Sie: Kommunizieren Sie klar. „Wir haben X km Fluss (LINK) gereinigt. Wir streben auch danach, als Unternehmen grüner zu werden, indem wir unsere Emissionen mit X und Y Maßnahmen reduzieren.“

4. Beständigkeit ist entscheidend

Einzelne Beiträge, egal wie gut gemeint, reichen einfach nicht aus, um eine langfristige Wirkung zu verkünden. Leisten Sie nicht nur Lippenbekenntnisse. Nachhaltigkeit sollte im Mittelpunkt Ihrer Unternehmensstrategie stehen.

Nicht: „Wir haben X Bäume gepflanzt und unser CO2 kompensiert.“
Tun Sie: „Wir haben ein Abonnement bei Impact Hero und pflanzen X Bäume. Dies ist erst der Anfang unseres Weges zu einem nachhaltigen Unternehmen.“

5. Denken Sie langfristig

Ein nachhaltiges Unternehmen aufzubauen, ist ein Marathon, kein Sprint. Setzen Sie sich kurz-, mittel- und langfristige Ziele und kommunizieren Sie diese transparent. Kommunizieren Sie die Fortschritte, die Sie auf dem Weg zu diesen Zielen machen. Und vermeiden wir es, zu viel zu versprechen.

Nicht: „Wir sind ein nachhaltiges Unternehmen, nur weil wir eine Kampagne zum Tag der Erde durchgeführt haben.“

Tun Sie: „Nachhaltigkeit ist uns das ganze Jahr über wichtig, und wir arbeiten kontinuierlich an verschiedenen Initiativen zur Verbesserung.“

6. Bleiben Sie lernbereit

Wir alle lernen noch! Vermeiden Sie es, sich als nachhaltig zu positionieren, während Sie sich nur auf externe positive Auswirkungen konzentrieren. Gehen Sie stattdessen den internen Veränderungsprozess an, um Emissionen zu reduzieren und als Ganzes sozial gerechter und nachhaltiger zu werden.

Nicht: „Wir sind nachhaltig, weil wir x Mengen Plastik aus dem Ozean gefischt haben.“
Tun Sie: „Wir haben das Sammeln von Plastik (LINK) aus dem Ozean in unsere Nachhaltigkeitsstrategie integriert und arbeiten gleichzeitig an XYZ-Initiativen, um bis 2050 klimaneutral zu werden. Wir lernen kontinuierlich dazu und arbeiten daran, unsere Nachhaltigkeitsbemühungen zu verbessern.“

Seien Sie ein Vorbild für andere

Eine klare, langfristige Strategie, um Klimaneutralität zu erreichen und die Nachhaltigkeitsziele (SDGs) zu erfüllen, kommt nicht nur der Umwelt zugute, sondern fördert auch das Bewusstsein dafür.

Hier sind einige weitere Aspekte, deren Umsetzung Sie in Betracht ziehen könnten:

Drei Kernelemente der Nachhaltigkeit

Diese umfassen Wirtschaftswachstum, soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz. Darüber hinaus sollte auch der gesamte Lebenszyklus eines Produkts berücksichtigt werden.

Irreführende Markenkommunikation

Vermeiden Sie irreführende Aussagen, zum Beispiel durch Produktnamen, Symbole oder Botschaften, die unwahre Umwelteigenschaften suggerieren.

Ausnutzung von Emotionen wie Angst

Manipulieren Sie nicht, indem Sie Gefühle wie Angst hervorrufen. Vermeiden Sie zum Beispiel Kommunikation, die die Sorgen der Verbraucher bezüglich der Klimakrise ausnutzt.

Übertreibung der Wirkung

Vermeiden Sie Marketingmaterial, das Umweltauswirkungen eines Produkts hervorhebt, die in Wirklichkeit unbedeutend sind. 

Zusammenfassend lässt sich sagen:

Vorwürfe des Greenwashings können dem Ruf eines Unternehmens schaden, selbst wenn sie nur auf unklarer Kommunikation beruhen. Nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, steht an erster Stelle, deren Kommunikation an zweiter.

Unser Anti-Greenwashing-Manifest hilft Ihnen dabei. Sie können es gerne als Blaupause nutzen, um Ihre Initiativen effektiv zu kommunizieren.

Bleiben Sie dran

Wir wissen, dass es viel ist. Lassen Sie sich nicht entmutigen. Der Weg zur Nachhaltigkeit ist lang und steinig. Aber jeder Schritt zählt, und gemeinsam können wir einen echten Impact erzielen. Lassen Sie uns handeln und unsere Teams sowie andere Unternehmen befähigen, positive Multiplikatoren für Veränderungen zu sein!

Ach, und übrigens, wir sind noch nicht fertig. Wir sind immer offen für neue Vorschläge, um unser gemeinsames Anti-Greenwashing-Manifest weiterzuentwickeln. Lassen Sie uns also zusammenarbeiten, um Ihr Unternehmen zu einem Multiplikator für positiven Impact zu machen! Zögern Sie nicht, uns eine Nachricht zu schreiben.

Falls Sie an unserer Leseliste interessiert sind, die uns als Grundlage für unser Manifest diente, schauen Sie gerne rein:

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